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Feueralarm in der Arztpraxis

Die Praxis von Dr. med. Torsten Diederich aus Wentorf wollte es gennau wissen. "Sind wir auf den Ernstfall vorbereitet? Was hat jeder zu tun? Wie evakuieren wir bei einem Feueralarm die Patienten? Wie klappt die Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr? Diese und viele andere Fragen brachten den Praxisinhaber dazu, einmal den Ernstfall zu proben. Bergung Verletzter Die Übung war geheim gehalten worden, so dass die ehrenamtlichen Retter unter Regie von Zugführer Orm Rudolf erst einen Ernstfall annehmen mussten. Aus einem Dachfenster zog Rauch (Theaternebel), im ersten Obergeschoss riefen Menschen um Hilfe. Der Allgemeinmediziner Torsten Diederich hatte seine Praxis im ersten Stock über der Filiale von "Ernstings Family" für die Übung zur Verfügung gestellt. "Wir führen ein Qualitätsmanagement ein, da gehört eine Sicherheitsanalyse dazu", erklärte Diederich. Er nahm Kontakt zur Feuerwehr auf - die Idee für eine Einsatzübung war geboren. Mit mehreren Fahrzeugen rückten daraufhin nach dem Alarm um 18.30 Uhr 20 Feuerwehrleute an. Rudolf befragte einen Anwohner, der ihm sagte, es brenne wohl im Keller. Dort hatte sich Wehrführer Dirk Sacher mit einer Nebelmaschine platziert. Der aufsteigende Theaternebel wirkte wie echter Rauch. Rudolf teilte seine Mannschaft ein, schickte Retter ins erste Obergeschoss, wo die Menschen gerettet werden mussten. Während die Mitarbeiter auf der Rückseite des Gebäudes über Leitern aus einem Fenster klettern konnten, mussten "Patienten" mit Gipsbein und ein Rollstuhlfahrer, durch das Treppenhaus in Sicherheit gebracht werden. "Eine Arztpraxis hatten wir bisher noch nicht als Übungsszenario, da konnten wir mal solche Situationen mit gehbehinderten Menschen authentisch trainieren", sagte Sacher. Dabei lief nicht alles glatt. Aber solche Probleme zu meistern, sind das Ziel einer jeden Übung. "Hier wollen wir sie erkennen, um die Fehler im Ernstfall nicht zu machen", sagt Sacher. So verhedderte sich der Löschschlauch der Retter auf dem Weg in den ersten Stock mit seinen Kupplungen zwischen dem Treppengeländer und den Stufen. Für die Aufstellung der Leiter fehlte das nötige Personal und auf dem Weg zur Rettung von Menschen in der Praxis, ging die Durchsuchung des Kellers nach Vermissten unter. Rudolf und Sacher sprachen Schwachpunkte an, um die Kameraden zu sensibilisieren. Sacher: "Im Ernstfall würden wir Nachbarwehren dazu holen, dann wäre genug Personal da." Teure Folgen hatte die Übung für einige Autofahrer, die verbotswidrig am Echardusstieg geparkt hatten. Sascha Krüger vom Ordnungsamt der Gemeinde begleitete die Übung und verteilte Strafzettel an Falschparker. "Bei so einer Übung sieht man gut, wo es kneift", sagte Krüger.
Quelle: Bergedorfer Zeitung