(Dc. 15.01.11) Operierende Augenärzte im KV-Bezirk Nordrhein, die an einigen Strukrurverträgen der KV Nordrhein mit verschiedenen Kassen
teilnehmen wollen und einen eigenen OP betreiben, sind gezwungen, zusätzlich zu der bekannten Hygienezertifzierung eine
Zertifizierung nach DIN ISO 9001 zu erwerben. Die KV Nordrhein besteht bei dem Zertifizierer der DIN ISO 9001
auf einer akkreditierten Organisation. Doch das genügt der KV Nordrhein noch nicht, die KV Nordrhein akkreditiert dann den akkreditierten Zertifizier.
Selbst wer das nicht mehr begreift kann sicher sein, es wir aufwändig und teuer.
Unabhängig von dieser doppelten Akkreditierung geht es sowohl bei der Hygienezertifizierung als auch
bei der Zertifizierung nach DIN ISO 9001 um die sachgerechte Umsetzung hygienerelevanter Abläufe im OP.
Die Festlegung auf einen akkreditierten Zertifizierer ist erheblichen Mehrkosten verbunden. Ob dadurch ein echter Mehrwert entsteht,
ist nicht nachvollziehbar.
Augenarztverbünde, die sich in den letzten Jahren ebenfalls für ein QM-System eines akkreditierten Zertifizierers entschieden hatten, sind
inzwischen wieder davon abgerückt.
Süffisant dabei: KV Nordrhein betont, dass ihre Akkreditierung kostenlos sei. Allerdings sind die sehr hohen Kosten der
Akkreditierung durch die DAkks von den Zertifizieren an die Praxen weiterzugeben, so dass durch diese Beschlusslage der KV letztlich
doch sehr hohe Kosten entstehen. Steht dem ein entsprechender Gegenwert gegenüber und wo liegt dieser Mehrwert?
Eines ist auf jeden Fall sicher, die Kosten der Qualitätssicherung werden so in die Höhe getrieben. Für kleinere Praxen sind solche Mehrkosten
oft nicht mehr zu tragen. So entstehen Selektrivverträge im wahrste Sinne des Wortes.